Die anthroposophische Medizin zielt auf den Wiederanschluss des Menschen an den Kosmos und damit auf seine Möglichkeit, die Ganzheit als Individuum wieder zur erlangen, heil zu werden.
 
Sie geht dabei von einem Menschenbild aus, wie es von Rudolf Steiner in der Anthroposophie entwickelt wurde und das über die Medizin hinaus seinen Niederschlag u.a. in Pädagogik, Architektur und Therapieformen gefunden hat.
Zum Erreichen einer Heilung bediente er sich neben speziell entwickelten Medikamenten* auch künstlerischer Therapieformen wie Plastizieren, Mal-, Musik- und Sprachtherapie.
 
Bekannt und wirkungsvoll ist auch die Heileurythmie. Im Prozess zwischen Patient und Arzt wird versucht herauszuarbeiten, wie die aktuelle Krankheit in die Biographie des Patienten passt und welche neuen Handlungsimpulse aus dieser Lebenserkenntnis sich für den Patienten ergeben. Die anthroposophische Medizin sieht ihrem Selbstverständnis nach ihre Arbeit als eine Erweiterung der Gegenwartsmedizin, deren Grundlagen, wie Physiologie, Biochemie etc. diagnostisch und therapeutisch mit einbezogen werden.
Hier in Unterlengenhardt ist die anthroposophische Medizin eingebettet in den Zusammenhang und die therapeutisch-diagnostischen Möglichkeiten einer internistischen Klinik.
 
*Das bekannte Medikament "Cardiodoron" wurde beispielsweise ausgehend von der Erkenntnis entwickelt,
dass sowohl übermäßig starke Nervenimpulse in Form von z.B. Stress, Sorgen, etc. den Herzschlag stören,
aber auch ein zu üppiges Essen eine Belastung des Herzens darstellt. Es wird durch die Zusammensetzung des Präparates erreicht, dass das Herz quasi unbeschwert schlagen kann.