Diagnostik und Behandlung richten sich nach den im ersten oder Folgegespräch erarbeiteten Zielpunkten. Dabei kann ich auf ein vielseitiges Repertoire zurückgreifen.
 
-  Anthroposophische Medizin und ihre Maßnahmen, insbesondere Heileurythmie
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 Homöopathie (klassisch)
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Akupunktur und abgeleitete Verfahren
-  Farbakupunktur nach Heidemann
-  Eigenbluttherapie
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Hämatogene Oxydationstherapie (HOT)
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Selbstentwickeltes manuelles Behandlungsverfahren
-  Naturheilkundliche Wirbelsäulen- und Gelenkbehandlung
-  Neuraltherapie
-  Störfeldsuche
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Darmsanierung/Allergiebehandlung
-  Blutkristallisation
-  Erweiterte Labordiagnostik
-  Bach-Blüten-Therapie
-  Mistel-Therapie
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Fastentherapie

Die anthroposophische Medizin zielt auf den Wiederanschluss des Menschen an den Kosmos und damit auf seine Möglichkeit, die Ganzheit als Individuum wieder zur erlangen, heil zu werden.
 
Sie geht dabei von einem Menschenbild aus, wie es von Rudolf Steiner in der Anthroposophie entwickelt wurde und das über die Medizin hinaus seinen Niederschlag u.a. in Pädagogik, Architektur und Therapieformen gefunden hat.
Zum Erreichen einer Heilung bediente er sich neben speziell entwickelten Medikamenten* auch künstlerischer Therapieformen wie Plastizieren, Mal-, Musik- und Sprachtherapie.
 
Bekannt und wirkungsvoll ist auch die Heileurythmie. Im Prozess zwischen Patient und Arzt wird versucht herauszuarbeiten, wie die aktuelle Krankheit in die Biographie des Patienten passt und welche neuen Handlungsimpulse aus dieser Lebenserkenntnis sich für den Patienten ergeben. Die anthroposophische Medizin sieht ihrem Selbstverständnis nach ihre Arbeit als eine Erweiterung der Gegenwartsmedizin, deren Grundlagen, wie Physiologie, Biochemie etc. diagnostisch und therapeutisch mit einbezogen werden.
Hier in Unterlengenhardt ist die anthroposophische Medizin eingebettet in den Zusammenhang und die therapeutisch-diagnostischen Möglichkeiten einer internistischen Klinik.
 
*Das bekannte Medikament "Cardiodoron" wurde beispielsweise ausgehend von der Erkenntnis entwickelt,
dass sowohl übermäßig starke Nervenimpulse in Form von z.B. Stress, Sorgen, etc. den Herzschlag stören,
aber auch ein zu üppiges Essen eine Belastung des Herzens darstellt. Es wird durch die Zusammensetzung des Präparates erreicht, dass das Herz quasi unbeschwert schlagen kann.

In den Jahren nach 1796 durch einen Selbstversuch Samuel Hahnemanns mit der Chinarinde, Erfahrungen aus Krankenbehandlungen, Einarbeiten von toxikologischen Erkenntnissen zum Prinzip: „Similia similibus curentur (Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden) verdichtete Heilmethode, festgelegt im „Organon 1810. Interessanterweise findet man Hinweise bei Hippokrates und Paracelsus, ohne dass diese dies als eine selbständige Heilmethode gesehen hätten.  
 
Bei dieser originär ärztlichen Methode versucht der Arzt, aus dem Vergleich der Gesamtheit der Symptome des Patienten mit den in Frage kommenden Arzneimitteln das auf den Zustand passendste („simillium) zu finden und verabreicht es dem Patienten in verdünnter (potenzierter) Form. Die Höhe der Potenz und die Häufigkeit der Gabe richtet sich nach dem aktuell zu heilenden Krankheitszustand.
 
Das verabreichte homöopathische Mittel tritt dann quasi in Konkurrenz zur Krankheit, interferiert mit dieser und kann gelegentlich eine Erstreaktion auslösen, die prognostisch günstig ist.
 
Die Methode ist zeitaufwändig; einige Krankenkassen bezahlen für ihre Patienten den erhöhten Zeitaufwand.
Die Bandbreite der ärztlichen Homöopathie reicht von akuten, auch schweren Krankheiten bis zu den chronisch gewordenen Leiden, die dadurch entstehen, dass der Patient an seinem So-Sein, das er nicht überwinden kann, erkrankt. Die Homöopathie kann hier helfen, die notwendigen inneren Schritte leichter zu tun.
Gemäß der ganzheitlichen Ausrichtung hilft Homöopathie auch bei seelischen Erkrankungen, ohne dass ich indes hierbei die Homöopathie als alleinige Heilungsmethode ansehe.
Auch bei Störungen, die sich auf geistigem Gebiet bemerkbar machen, wie z.B. ADHS, kann Homöopathie hilfreich sein.
Überall da, wo (noch) Regulation ist, kann Homöopathie helfen.
Zum Lösen schwerwiegender Blockaden bieten sich gelegentlich andere Verfahren an.

Ausgehend vom dualistischen Prinzip der Welt, ausgedrückt durch Yin und Yang, wird dieses Prinzip im Menschen aufgesucht und gefunden in 12 Meridianen, 6 Yin und 6 Yang-Meridiane.
 
Durch therapeutische Intervention an gestörten Meridianen, die sich durch einen Zustand von Fülle oder Leere diagnostizieren lassen, kann durch Akupunktur im Verein mit weiteren Maßnahmen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine dauerhafte Besserung bis hin zur Heilung erreicht werden.
 
Varianten des Verfahrens sind Akupunktur von Reflexzonen, am bekanntesten am Ohr, aber auch verschiedene Verfahren der punktuellen  Anwendung wie Farben oder Injektionen.
 
Christel Heidemann, eine anthroposophische Krankengymnastin, entwickelte

Die HOT kann als eine intensivierte Eigenblutbehandlung bezeichnet werden.
 
Das dem Körper entnommene ungerinnbar gemachte Blut wird (bei mir) mit Sauerstoff aufgeschäumt, in diesem Zustand mit untraviolettem Licht bestrahlt und danach wieder zurück transfundiert. Damit wird ein unmittelbarer starker Reiz auf das Immun- und Gefäßsystem gesetzt, der nach einigen Behandlungen Veränderungen im Bereich der kleinen Arterien und der Durchblutung allgemein bewirkt, die sich als Besserungen des Allgemeinbefindens äußern. Chronische Durchblutungsstörungen mit Ernährungsstörungen und Sauerstoffmangel des Gewebes werden deutlich gebessert.
 
Die Methode ist als Eigenblutbehandlung auch immunmodulatorisch wirksam; sowohl können beginnende Infekte durch Abwehrsteigerung wirksam abgefangen oder verkürzt werden als auch die Immunitätslage bei chronischen Infekten deutlich gebessert werden.
 
Meist wird eine Serie von sechs Behandlungen durchgeführt.

Neben einer naturheilkundlichen Behandlungsmethode, die ihre Wirkung über die Behandlung von Sehnen, Muskelansätzen und Bindegewebsstrukturen erzielt, setze ich weiterhin noch eine Eigenmodifikation der bekannten craniosacralen Behandlung ein.
 
Bei Bedarf kombiniere ich in der Behandlung Elemente aus Kinesiologie, Fußreflexzonenmassage und Akupunktur, um einen Ausgleich der Körperenergien herbeizuführen, der notwendig ist, um von da aus nachhaltige therapeutische Schritte einzuleiten, seien es ergänzende diagnostische Maßnahmen oder Allergietestungen u. -behandlungen,
oder Medikamententestungen. Auch geopathische Belastungen lassen sich auf diese Weise herausfinden und ggf. ausgleichen.

Der Darm, zusammen mit dem Magen Zentrum des Wohlbefindens, ist heute vielen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt, die durch ihre stetige Einwirkung für ein Weiterbestehen von Irritation sorgen und damit ein Heilungshindernis werden.
 
Für mich hat sich vor allem die Mikrobiologische Therapie bewährt, die in Verbindung mit einer s.g. Autovaccine über längere Zeit durchgeführt wird.
 
Nicht nur bei Magen- und Darmerkrankungen, auch bei wiederkehrenden Infekten und auch Allergien
bis hin zu allergischem Asthma bronchiale hat sich diese Methode, die ggf. noch intensiviert werden kann, bewährt.

Heilfasten ist eine der ältesten Methoden, um die Folgen stoffwechselbedingter Krankheiten abzumildern, auszugleichen, manchmal auch zu heilen.
 
Durch den nahezu völligen Verzicht auf feste Nahrung tritt nach einigen Tagen ein Zustand ein, in dem man sich neutral hinsichtlich des Essens erleben kann und das dauernde Spiel von Sympathie und Antipathie (was sich ausdrückt als Verlangen und Abneigung) für eine Weile außer Kraft gesetzt wird. Der Körper bekommt nun Gelegenheit aufzuräumen, zu entschlacken, mild unterstützt durch Einläufe, Schwitzen (Sauna), leichtes körperliches Ausdauertraining.
Seele und Geist bekommen Gelegenheit, sich wesentlichen Daseinsfragen zu stellen.
 
Fazit: Neben dem Abspecken und dem Verschwinden mannigfaltiger Beschwerden auch eine Möglichkeit, mit sich selbst ins Reine zu kommen und neue Lebensaspekte zu entdecken.
Meist offeriere ich Heilfasten als Gruppenangebot, ein- bis zweimal im Jahr mit Vortrag, Labor, Wandern und Feldenkrais-Stunde.
 
Erfolgreiches Fasten zur Gewichtsabnahme ist neben/während der Arbeit zwar möglich, aber als Heilfasten nicht zu empfehlen; wenn nicht anders machbar, sollte zumindest die tägliche Arbeitszeit reduziert werden, sonst können die begleitenden inneren Schritte, die den langfristigen Erfolg ausmachen, nicht getan werden.